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Leber

Wenn deine Leber sprechen könnte…würde sie dich um Hilfe bitten!

Hallo Du,

ich freue mich, dass du mir deine Aufmerksamkeit schenkst. So haben wir beide die Chance uns besser kennenzulernen. Schließlich bin ich ein ganz wichtiger Teil von dir! Ich bin nicht nur eines deiner größten Organe, welches in deinem rechten Oberbauch sitzt und da so losgelöst von dir irgendwie zum Funktionieren deines Körpers beiträgt. Nein, es geht um mehr…

Ich habe enorm viele Funktionen. Und ich spiele eine wichtige Rolle deinem Organismus.

Was du unbedingt wissen musst:

Wir Organe in deinem Körper sind alle eng miteinander verbunden. Wir sind voneinander abhängig und unterstützen uns gegenseitig… JEDER hat hier seine Aufgabe und jedes Organ leistet seinen ganz individuellen Beitrag zu deinem Wohlbefinden und letztlich sogar zu deinem (Über)Leben. Und das immer –  in jeder Millisekunde!

Während du also gerade diesen Artikel liest arbeiten meine Kollegen und ich auf eine unvorstellbar intelligente Art und Weise zusammen.  Damit möchte ich nicht angeben. Ich wünsche mir nur, dass du dir das (wieder) bewusst machst.

Wir (Organe) stellen nämlich fest, dass unser ausgeklügeltes Zusammenspiel von dir/euch oft gar nicht mehr gesehen wird. Wenn es an irgendeiner Stelle krankt, erfolgt oft ganz schnell eine isolierte (spezialisierte?!) Behandlung. Ich sage nicht, dass das schlecht ist. Aber es ist oft zu wenig!

Meine Wahrnehmung ist, dass ihr es euch zur Aufgabe gemacht habt körperliche Symptome möglichst schnell wegzumachen…meistens mit Hilfe von Medikamenten. Die mich übrigens sehr belasten. Bitte denke nun nicht, dass du keine Medikamente mehr einnehmen sollst. Nein! Medikamente können durchaus ihren Sinn haben und insbesondere bei schweren Erkrankungen lebensnotwendig sein. Ich möchte dich nur bitten, weiter zudenken…

Bevor du dir überlegst, wie du körperliche Beschwerden (für die ich oft mit verantwortlich bin) los wirst, frage dich doch zunächst erstmal wo diese herkommen könnten…Zugegeben, das erfordert etwas Übung. Aber es lohnt sich. Vertrau mir.

Meine „Kollegen“ und ich sind dir sehr dankbar, dass du Interesse zeigst, mich/uns näher kennenlernen zu wollen. Wow, ich empfinde eine tiefe Freude!

Aber ich spüre auch, dass dein Verstand gerade fragt „Was soll das denn hier?“.  Bitte lass dich nicht beirren und und lies meinen Brief zu Ende.

Danke dir!

Frage: Woran denkst du wenn du an mich (deine Leber) denkst?

An Entgiftung? An Alkohol, weil du weißt, dass mir zu viel davon schadet… 😉 Denkst du vielleicht auch an die Galle, weil sie ein Teil von mir ist? Oder magst du gar nicht über mich nachdenken?

Vielleicht fällt dir auch das Sprichwort ein:  „Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen“

… diese Redewendung macht deutlich, dass ich sehr empfindsam (auf seelische Einflüsse) reagiere.

Ich reagiere immer auf ein ZUVIEL.

ZUVIEL Fett,

ZUVIEL Zucker,

ZUVIEL (tierisches) Eiweiß,

ZUVIEL Alkohol, Drogen, Medikamente,

ZU VIELE Umweltgifte …

… aber auch auf ZUVIEL Arbeit und Stress, Ärger, (unbewusste) Wut und ZU VIELE Sorgen machen mir zu schaffen!

Damit ich gut arbeiten kann, ist es wichtig, dass ich unterscheide. Ich muss unterscheiden und bewerten: Was ist für dich nützlich und was schadet dir? Gut oder schlecht? Nährstoff oder Gift?

Fehleinschätzungen meinerseits sind hoch gefährlich: Giftige Substanzen können dann in deinem Blut und somit in deinem Körper bleiben. Dies macht dich relativ schnell krank…

…ich gebe immer mein bestes! Doch ich brauche auch deine Unterstützung!

Bitte bediene auch du dich deiner Unterscheidungsgabe:

„Wo bist du ins ZUVIEL geraten? / Wo hast du das richtige Maß verloren?“

„In welchen (Lebens)Bereichen entscheidest du dich bewusst für oder gegen ein ZUVIEL?“

Denn wenn du deine Fähigkeiten zum Unterscheiden nicht nutzt, überforderst du dich und mich. Wir werden dann krank und wir können beide nicht mehr richtig „funktionieren“: Ich kann meine Aufgaben als Entgiftungsorgan nicht mehr gut ausführen und belaste so auch viele andere Organe/Systeme in dir…

… und du wirst dann z.B. schnell ungeduldig, wütend oder auch aggressiv.

Müdigkeit ist der Schmerz der Leber

Oder du fühlst dich müde/abgeschlagen/antriebslos und leidest du unter Durchschlafstörungen (… wirst z.B. regelmäßig zwischen 1:00 Uhr und 3:00 in der Nacht wach). Aber auch Magen-Darm-Probleme (Blähungen, Durchfall…), Hautunreinheiten, Muskelverspannungen und Kopfschmerzen oder sogar Migräne (!) machen deutlich, dass es uns beiden nicht richtig gut geht.

Verstehst du?

Ich selber habe keine Schmerznerven. Daher wirst du meinen Schmerzen niemals im rechten Oberbauch spüren…ich kann dir lediglich über die o.g. Symptome mitteilen, dass es mir nicht gut geht. Und wir beide uns im Ungleichgewicht befinden.

Bevor ich dir gleich von meinen wichtigsten Aufgaben erzähle möchte ich unbedingt an deine menschlichen (Unterscheidungs)Fähigkeiten appellieren!

So können wir beide gut zusammenarbeiten und einen wertvollen Beitrag zu deiner ganzheitlichen Gesundheit leisten.

Bitte beantworte dir folgende Fragen:

„Welche Laus läuft dir über die Leber?“

„Erkennst du was „Gift“ für dich ist oder hast du Probleme mit deiner Einschätzung?“

„Vertraust du deiner inneren Stimme?“

Vielleicht fragst du dich jetzt, was du mit deinen Antworten machen sollst.

Nichts!

Es genügt, wenn du dir Fragen einfach erstmal bewusst stellst…und die Antworten auf dich wirken lässt.

Du hilfst mir und meinen Organ-Kollegen damit auf eine ganz wundersame Weise.

Danke dir für deine Unterstützung.

Damit du verstehst was ich genau mache, erzähle ich dir nun von meinen wichtigsten Aufgaben:

1. Ich bin dein Labor

In mir vermischt sich dein gesamtes Blut. Ich filtere dieses Blut: Brauchbare Stoffe (wie Fette, Aminosäuren, Vitamine etc.) muss ich verwerten, umwandeln, speichern oder ggf. weiterleiten. Unbrauchbare Dinge wie Alkohol, Lebensmittelzusatzstoffe, Medikamente, Rückstände von Chemikalien, synthetische Hormone etc.) muss ich unschädlich machen, abbauen und ausscheiden.

2. Ich bin dein Energiespeicher und -lieferant

Dein Darm spaltet Kohlenhydrate aus der Nahrung in Glucose (=Einfachzucker) auf. Dies ist ein wichtiger Brennstoff für deine Zellen und liefert dir schnell Energie.

Du lieferst allerdings oft viel mehr Kohlenhydrate/Energie als wir hier gerade benötigen… du weißt was ich meine, oder? Zuviel Glucose wird nicht einfach ausgeschieden, sondern vorsichtshalber (in Form von Glykogen) gespeichert. Für diese Speicherung bin ich zuständig. Sind diese Speicher leer, werde ich sehr erfinderisch. Du musst dir keine Sorgen machen, selbst beim Fasten oder einer kohlenhydratarmen Ernährung liefere ich dir deinen „Brennstoff“.

Sind die Speicher allerdings zu voll, erfolgt eine Umwandlung in Fett…Fett wird in deinen Fettdepots gespeichert. Sorry, aber es geht nicht anders! Außerdem speichere ich auch einige Vitamine, etwas Folsäure und Spurenelemente, wie z.B. Eisen und Kupfer….

3. Ich verarbeite Eiweiße

Eiweiße aus deiner Nahrung werden im Magen und im Dünndarm in ihre kleinsten Bausteine zerteilt. Dies sind die sogenannten Aminosäuren …diese kommen dann zu mir und ich kann daraus sehr viele körpereigene Proteine herstellen.

Proteine sind megawichtig, denn sie sind der Hauptbestandteil jeder Körperzelle und erfüllen lebenswichtige Aufgaben. Sie transportieren z.B. Hormone, Vitamine, Eisen etc. durch den Körper. Und sie haben auch diverse Schutz- und Abwehrfunktionen… Dein gesamter Körper besteht übrigens zu ca. 15 % aus Proteinen (+ ca. 60% Wasser, 5 % Mineralien und ca. 17-31% Fett).

4. Ich produziere Gallenflüssigkeit

Diese Flüssigkeit unterstützt mich bei der Entgiftung und hilft mir bei der Ausscheidung von überschüssigen/schädlichen Stoffen. Außerdem ist die Gallenflüssigkeit für die Fettverdauung und die Neutralisation des sauren Nahrungsbreis (der aus dem Magen kommt) zuständig.

Diese Flüssigkeit hat eine „aggressiv verdauende Eigenschaft“. Was diese Redewendungen ausdrücken:

„Gift und Galle spucken“ oder „Mir läuft die Galle über“

…und auch hier wird wieder unsere (seelische) Empfindsamkeit deutlich:

Wenn du dich ständig ärgerst, dich beleidigt und gekränkt fühlst, diesen Gefühlen aber keinen Raum gibst, d.h. „die Galle nicht überlaufen lässt“, kann sie nicht fließen und es kommt zu einem (Energie)Stau…Es wird eng und es bilden sich irgendwann Ablagerungen… you know?!

Menschen die ihrer Wut und Aggression freien Lauf lassen, werden i.d.R. keine Gallensteine bekommen. Dies soll dich nun nicht zum „Choleriker“ (Cholerese = übrigens Gallebildung) mutieren lassen. Nein! Auf gar keinen Fall! Vielmehr möchte ich dich ermuntern „Gift und Galle“ in deinem Leben zu erkennen:

Was stößt dir sauer auf?

Welche Wut hast du in dir?

Beachte: Oft ist dir diese Wut gar nicht richtig bewusst. Denn als Kind hast du gelernt, negative Gefühle und Emotionen zu unterdrücken.  Wut und Aggression waren nicht gerne gesehen…

… das macht(e) man einfach nicht!

Und weil du nicht gelernt hast damit umzugehen, ist es für dich heute – im Erwachsenenleben – immer noch schwierig. Du hast im Laufe der Zeit (unbewusst) Strategien entwickelt um deine Wut oder auch Aggressionen gar nicht mehr richtig wahr- bzw. wichtig zunehmen.

Körperlich erkennst du dies daran, wenn u.a. „Leber & Galle“ nicht mehr richtig gut arbeiten können.

Die Spiegelgesetz-Methode kann dir wunderbar dabei helfen diese (unbewussten) Anteile in dir zu erkennen.

Wie du mit Wut und Aggressionen aber auch mit anderen (negativen) Gefühlen und Emotionen umgehst, dass ist ist ein ganz eigenes Kapitel!

Heute ist es mir erstmal nur wichtig, dass du wieder mehr Bewusstsein für diese Dinge entwickelst.

Vielen lieben Dank für deine Aufmerksamkeit!

Du hast dir und mir mit dem Lesen dieses Artikels einen großen Gefallen getan.

Deine Leber

P.S: Es wäre sehr schön, wenn du mir in den Kommentaren (d)eine Antwort schreibst. Lieben Dank!

7 Kommentare
  • Stefanie Eikel
    Veröffentlicht am 13:32h, 07 April Antworten

    Liebe Leber,

    vielen Dank, dass ich diesen Brief für dich schreiben durfte.

    Obwohl ich schon viel über dich gelernt habe und mein Verstand einiges über dich weiß, hat sich durch das bewusste schreiben und mehrfache lesen des Artikels viel bewegt…passend zum Frühling habe ich für mich erkannt, dass ich VIEL VIEL VIEL ZU VIELE Klamotten horte. Auch in unserem Keller gibt es ZU VIELE (Ab)Lagerungen, die mich „belasten“. Und so hast du mich zu einem kleinen aber sehr effektiven Frühjahrsputz motiviert;-) Auch in anderen Bereichen konnte ich ZUVIEL für mich erkennen und darf mich nun darin üben zu unterscheiden und zu (be)werten;-)

    Im Alltag stelle ich immer wieder fest: UNTERSCHEIDEN und (BE)WERTEN ist schwierig!
    Es sagt sich immer so einfach… aber wenn es dann um praktische Handlungen geht, fühle ich mich oft blockiert. Warum? ENTSCHEIDUNGEN erfordern Mut, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen – Eigenschaften die man leider nicht immer und zu jeder Zeit hat! Habe ich mich entschieden, geht es schließlich ums LOSLASSEN. Auch oft sehr sehr schwierig, denn „loslassen“ erfordert Vertrauen. Für VERTRAUEN gibt es keine logischen Beweise…und das macht es für unseren rationalen Verstand oft so schwierig… hierfür braucht man einfach (Lebens)Erfahrungen und eine gute Verbindung zu sich selbst;-) und dies ist ein lebenslanger Prozess!

    Liebe Leber, ich verspreche dir, ich übe weiter…lass und Hand in Hand leben und arbeiten!

    Deine Steffi

  • Esther
    Veröffentlicht am 11:07h, 08 April Antworten

    ❤️??toller Artikel

  • Esther
    Veröffentlicht am 11:08h, 08 April Antworten

    Würde den gerne teilen.. bei Facebook !?

    • Steffi|blogyourhealth
      Veröffentlicht am 15:12h, 08 April Antworten

      Sehr sehr gerne! Danke dir schon mal und noch ein wunderschönes Wochenende…liebe Grüße!

  • Ramona
    Veröffentlicht am 19:18h, 09 April Antworten

    Sehr verständlich geschrieben.
    Mein Kompliment an die Schreiberin.
    Werde nun auch besser auf meine Leber achten

  • Peter Sibnek
    Veröffentlicht am 13:42h, 04 Juni Antworten

    Sehr toller und informativer Beitrag, der einem zu denken gibt. Macht weiter so

    • Steffi|blogyourhealth
      Veröffentlicht am 13:53h, 08 Juni Antworten

      Vielen Dank für das Feedback. Zum ganzheitlichen Denken anregen, das ist mein großes Ziel… es freut mich sehr, dass es mit diesem Beitrag gelungen ist. Ich freue mich, wenn du dabei bleibst 😉 Viele Grüße Stefanie Eikel

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