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Was ist gesunde Ernährung? 10 Regeln die immer und für jeden gelten.

Über gesunde Ernährung lässt sich streiten – und dabei kann es hoch emotional werden.

Wenn es um unser Essen geht hört der Spaß auf. 

Nicht für alle Menschen, aber für viele.

Einige fühlen sich bedroht, verteidigen ihren ungesunden Konditionierungen und Gelüste und wollen nichts daran ändern. Für diese Menschen ist das Essen einer der wenigen Lebensbereiche in dem Sie ihre Freiheit noch „genießen“ können.

Pizza, Pommes & Co. geben keine Widerworte.

Schokolade meckert nicht an uns herum.

Gummibären muss man nichts beweisen.

Ein Stück Torte erwartet auch nichts von uns.

UND:

Es fühlt sich einfach gut an, diese Dinge zu essen.

Sie machen uns schnell satt, glücklich und zufrieden!

Fett und Zucker haben evolutionsbedingt die Macht uns zu belohnen, 

  • zu beruhigen,
  • zu trösten,
  • zu entspannen.

Es gibt aber auch immer mehr Menschen, die diese „Freiheit“ bewusst aufgeben.

Sie haben die Dinge durchschaut und wollen es anders machen.

Besser.

Fast schon fanatisch und mit einem extremen Perfektionismus leben sie „gesunde Ernährung“, z.B. als Veganer, als Rohköstler, als Paleoaner oder was sonst gerade so angesagt ist.

Weist du was ich meine?

Kennst du solche Menschen?

Oder erkennst du dich gerade irgendwo wieder?

Ich kenne beides.

Ich habe beides im Extrem gelebt:

Essen war für mich ganz lange ein Mittel zur Belohnung und Beruhigung.

Du kannst dir vorstellen WAS und vor allem WIE ich da gegessen habe.

Essen hat mir geholfen zu funktionieren.

Ich hatte aber eine Stimme in meinem Kopf, die mir deutlich sagte:

Das ist nicht gut so.

Das macht dich irgendwann krank und/oder dick.

Du solltest etwas verändern.

Nachdem ich viel gelernt, gelesen, gefastet und einiges ausprobiert habe, wollte ich es besser machen.

Habe ich auch.

Aber, das hatte einen anderen Haken.

Ich bin ein Typ, der alles gerne perfekt macht.

100%-tig soll es sein.

Ganz oder gar nicht…

Für die „5-Elemente-Liebhaber“ unter uns:

Die alten Chinesen ordnen „Perfektionismus“ dem Metall-Element zu. In einem gesunden Maß helfen uns diese Eigenschaften die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ist das Metall-Element allerdings geschwächt (z.B. weil es vom Mutter-Element Erde nicht gut versorgt wird), läuft man Gefahr zu streng mit sich und vor allem anderen zu werden….

Das war mir so nicht bewusst und daher habe ich es übertrieben.

Unbewusst bin ich dann einem anderen „Trend“ gefolgt:

Ich habe mich über „gesundes“ Essen identifiziert.

Und so habe ich mir eines Tages die Frage gestellt: Kann gesundes Ernährung krank machen?

Über diese Frage haben meine Kollegin Anja Orywol und ich philosophiert – was dabei rausgekommen ist, kannst du hier lesen. Mega spannend!

Fazit:

Extreme sind niemals gut und schon gar nicht gesund.

Im Gegenteil: Sie bringen uns früher oder später aus dem Gleichgewicht.

Veränderungen sind immer ein Prozess und funktionieren nur in ganz kleinen Schritten.

Geduld,

Ruhe und Zeit,

aber auch ein gewisses Durchhaltevermögen sind die Zutaten, die du brauchst um deinen Weg in Freude zu gehen.

Zugegeben:

  • Für mich war es schon ein langer Weg und es ist nicht immer einfach.
  • Auch ich bin nicht perfekt und noch lange nicht fertig …

Aber: Es lohnt sich, sich auf den Weg in ein ganzheitlich gesundes Leben zu machen.

Ich habe mich so selber besser kennen und verstehen gelernt.

Ich habe wieder ein Gefühl dafür bekommen was ich essen sollte und worauf ich besser verzichte.

Mein Kopf wusste das schon lange.

Aber mein Bauchgefühl sagt(e) mir oft was anderes.

Meinen Verstand und mein Herz ins Gleichgewicht zu bringen, das ist mein Ziel…

… und darum habe ich mich auf den Weg gemacht!

„Gesunde Ernährung“ ist eine ganz individueller Weg.

Und diesen Weg möchte ich gerne mit dir gemeinsam gehen.

Dafür gibt es diesen Blog und diesen Artikel.

Viel Spaß und Freude beim Lesen und Kommentieren!

Was ist gesunde Ernährung?

Fühlst du dich bei dieser Frage auch verunsichert?

Kein Wunder.

Schließlich werden ständig neue Forschungen präsentiert, Richtlinien angepasst, Schadstoff- und Höchstbelastungsgrenzen verschoben und überall finden wir tolle Gesichten von Menschen, die mit der „richtigen“ Ernährung Krankheiten „heilen“ konnten und daher ihre individuellen Erfahrungen teilen…

… wer soll da noch den Überblick behalten?

Ich möchte dir dabei helfen.

Die folgenden 10 Regeln gelten immer.

Für jeden.

Diese Regeln geben dir Freiheit, aber auch Sicherheit auf deinem individuellen Weg.

Was ist gesunde Ernährung?

#1 Basenüberschüssige Ernährung

Jeder hat es schon mal gehört:

Besser mehr Obst, Gemüse und Salat essen als Fleisch, Kuchen, Kekse & Co.

Aber warum?

Bestimmte Nahrungsmittel (wie z.B. Back- und Teigwaren, zuckerhaltige Nahrungsmittel u.v.m. ) lassen Säuren in unserem Körper entstehen und diese können sehr gefährlich werden.

In der Naturheilkunde geht man davon aus, dass allen Krankheiten eine Übersäuerung des Körpers zu Grunde liegt.

Also: Bevor du dir zu viele Gedanken, über Kohlenhydrate, Fette, Eiweisse & Co. machst, achte einfach auf ein gutes Verhältnis zwischen Säuren und Basen.

Die Zauberformel lautet 2:8.

Im Idealfall sollte sich deine Ernährung aus 20 % säurebildenden und 80 % basenbildenden Lebensmitteln zusammensetzen. So kannst du die Säureflut in deinem Körper stoppen und einen Grundstein für deine Gesundheit legen!

Eine basenüberschüssige Ernährung hilft dir gesund, fit und sexy zu bleiben – ohne Kalorien zu zählen.

Genial, oder?

Was ist gesunde Ernährung?

#2 Gesunde Ernährung = gesunder Darm

Es gibt ein chinesisches Sprichwort, das sagt:

Ist der Darm gesund, kann jede Krankheit geheilt werden.

Das bedeutet im Umkehrschluss:

Dein Darm ist immer schuld, wenn es um Unwohlsein, Übergewicht oder Krankheiten geht.

Und dabei geht es nicht nur um die Verdauung deiner Nahrung, sondern auch deine Gedanken, Gefühle und Emotionen müssen verdaut werden.

Das ist in der heutigen Zeit eine riesige Herausforderung!

Und das geht weit über das Essen auf unserem Teller hinaus.

Ruhe,

Zeit,

Gelassenheit und eine Portion Durchhaltevermögen sind auch hier wieder die richtigen Zutaten, die du brauchst um dich mit der Frage auseinanderzusetzen:

Wie verdaust du dein Leben?

Hat dein Darm schon das Gleichgewicht verloren?

Leidest du unter Verdauungsbeschwerden, Hautproblemen, Pilzerkrankungen, Müdigkeit/Erschöpfung, psychischen Erkrankungen, häufigen Infektionskrankheiten?

Dann helfen dir die folgenden Punkte.

Beachte insbesondere Punkt 10!

Was ist gesunde Ernährung?

#3 Gesunde Ernährung = Gaaaaanz lange kauen!!!

Dies mag sich jetzt vielleicht zu banal anhören, aber sehr gutes Kauen hat enorm positive Auswirkungen auf unseren Darm und auf den gesamten Verdauungsprozess. Denn gutes Kauen

  • stimuliert alle Verdauungsorgane,
  • stärkt unsere Zähne und unser Zahnfleisch,
  • entspannt unseren Körper und somit „läuft“ es leichter,
  • fördert unser natürliches (!) Geschmacksempfinden und wir essen bewusster,
  • lässt uns besser genießen,
  • zügelt unseren zu großen Appetit und verhindert Maßlosigkeit beim Essen, daher ist es
  • auch eine sehr sehr sichere Methode um abzunehmen.

Wie gut kaust du dein Essen schon?

Was ist gesunde Ernährung?

#4 Gesunde Ernährung = gute Vorbereitung

Kennst du das?

Du hast gute Vorsätze, tolle Rezeptideen und genaue Vorstellungen wie du dich ernähren möchtest. Vielleicht findest du die 5-Elemente-Ernährung genau so spannend wie ich UND DANN stellst du wieder einmal fest, es fehlen dir die richtigen Zutaten, du hast keine Zeit zum Einkaufen, dafür aber riesengroßen Hunger…

… und dann gibt es schnell etwas „to go“ oder das was der Kühlschrank gerade so hergibt.

Du bist schnell satt und zufrieden.

Und kurz darauf melden sich Stimmen in deinem Kopf:

Du wolltest doch dieses Fastfood nicht mehr essen!

Dieser Kram übersäuert deinen Körper…

Stopp: Bitte kurz innehalten!

Wenn du diese Stimmen in deinem Kopf nicht bewusst wahrnimmst, entstehen (unbewusst) negative Gefühle, wie z.B. Scham- oder Schuldgefühle. Und das ist erst recht ungesund.

gesunde Ernährung = gute Vorbereitung

Spätestens seit meiner Reiskur weiß ich: Eine basenüberschüssige Ernährung, die ich gut verdauen kann, kann ganz einfach und unkompliziert sein. Aber es bedarf einer guten und bewussten Vorbereitung.

Diese Fragen stelle ich mir regelmäßig:

Was will ich wann essen (morgens, mittags, abends)?

Was habe ich für Termine?

Wann kann ich einkaufen?

Was muss ich einkaufen?

Wann habe ich Zeit zum Kochen?

Welche Vorbereitungen kann ich treffen?

Eine Wochen- oder Tagesplanung kann helfen den Alltag besser strukturiert zu bekommen.

Probier es mal aus!

… und finde einen Weg der dir Freude macht.

Was ist gesunde Ernährung?

#5 gesunde Ernährung = Freude & Genuss

Essen soll dir Freude machen – sonst kann es niemals gesund sein.

Gesunde Ernährung hat zudem etwas mit Genuss (= Achtsamkeit) zu tun.

Genuss brauch einen Genießer.

Genuss brauch einen Genießer.

Genießt du dein Essen?

Wirklich?

Lässt du dir Zeit beim Essen?

Isst du mit allen Sinnen?

Oder schaust du dabei lieber fern, daddelst mit dem Handy und/oder liest die Zeitung?

Oder bist du während des Essen mit den Gedanken vielleicht schon wieder ganz woanders?

Beobachte es einfach mal….

Was ist gesunde Ernährung?

#6 gesunde Ernährung = gute Fette & Öle

Zu diesem wichtigen Thema möchte ich mal einen ausführlichen Artikel schreiben, weil es so wichtig ist!

Hast du Interesse mehr darüber zu erfahren?

Dann lass es mich in den Kommentaren wissen!

Was ist gesunde Ernährung?

#7 gesunde Ernährung = Hochwertiges Eiweiß

Eiweiß – auch Protein genannt – ist neben Kohlenhydraten und Fetten der dritte Hauptnährstoff. Es liefert unserem Körper lebenswichtige Aminosäuren und ist Hauptbestandteil jeder Körperzelle in Form von Antikörpern, Hormonen, Enzymen oder Muskelprotein.

Unser Körper besteht übrigens zu ca. 15 % aus Protein. 

Genug der Theorie.

Widmen wir uns lieber den praktischen Aspekten:

Spiegelgesetzt
ACHTUNG:
ZU WENIG EIWEISS KANN EIN GRUND FÜR HEIßHUNGER AUF SÜSSIGKEITEN SEIN!
WUSSTEST DU DAS?

Also, achte jeden Tag darauf ausreichend Eiweiß zu dir zu nehmen.

Hochwertige Eiweißquellen sind:

  • gekochtes Getreide in Kombination mit Hülsenfrüchten,
  • Pseudogetreide (Buchweizen, Amaranth und Quinoa),
  • Grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold, Chinakohl, Salate, Grünkohl, Kresse etc.),
  • Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und Sesam,
  • Algen (habe ich erst im Rahmen der 5-Elemente-Ernährung kennengelernt!),
  • Eier in Bio-Qualität,
  • Fisch,
  • Seitan, Tofu, Tempeh in Bio-Qualität,
  • Erdnüsse ungesalzen und ungeölt.

In der allgemeinen Literatur werden 0,8 g Protein je Kilogramm Körpergewicht als Tageszufuhr empfohlen.

Aber wie will man das kontrollieren? 

Mein Tipp: Entscheide dich bewusst für gute Eiweißquellen – jeden Tag!

Und beachte:

ZU VIEL tierisches Eiweiß kann deinen Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht bringen.

UND:

Vorsicht mit Milchprodukten.

Leider werden diese immer noch als tolle Eiweißquelle benannt… und auf die Risiken wird nicht hingewiesen.

Was ist gesunde Ernährung?

#7 gesunde Ernährung = Vorsicht mit Gluten

Immer mehr Menschen leiden an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie).

Das bedeutet, dass Sie glutenhaltige Nahrungsmittel (mit Weizen, Roggen, Dinkel und Gerste) nicht vertragen und darauf z.B. mit heftigen Durchfällen, Übelkeit oder gar Erbrechen reagieren. Aber auch Müdigkeit, Antriebsschwäche, Gewichtsabnahme, Knochen- und Muskelschmerzen können Symptome sein.

Der Körper dieser Menschen signalisiert ganz deutlich, dass Gluten nicht verdaut werden kann. 

Der Autor des Buches Dumm wie Brotgeht davon aus, dass über die Zöliakie-Patienten hinaus 40 % der Menschen Gluten nicht richtig verdauen können und viele weitere Menschen Probleme damit haben ohne es zu merken…

Gluten ist ein „Klebereiweiss“, der zunehmend im Verdacht steht unser Gehirn zu verkleben.

Ich empfehle einen Selbstversuch:

Probiere mal 4 Wochen auf Gluten zu verzichten und spüre deinen Körper dabei ganz genau.

Es lohnt sich!

In dieser Zeit kannst du dann Getreide ohne Gluten essen, die Auswahl ist riesig:

  • Hafer,
  • Hirse,
  • Buchweizen,
  • Amaranth,
  • Quinoa,
  • Reis,
  • Mais.

Guten Appetit!

Hast du schon mal von einer Reiskur gehört?

Ich habe es im Januar 2019 erstmals ausprobiert und war begeistert. Neben Gluten, habe ich auf tierische Eiweisse, Milchprodukte, Zucker, Kaffee und Alkohol verzichtet… eine tolle Erfahrung! Willst du mehr dazu erfahren, dann schau mal hier.

Was ist gesunde Ernährung?

#9 gesunde Ernährung = Keine Geschmacksverstärker!!!

Glutamat ist wohl der berühmteste Geschmacksverstärker, der in unzählig vielen industriell gefertigten Produkten und auch in zahlreichen Restaurants zum Einsatz kommt. Im Restaurant ist es für den Laien (deren Geschmacksnerven und die Darmbakterien daran gewöhnt sind) recht schwierig den Überblick zu behalten, daher empfehle ich: NACHFRAGEN!

Beim Einkauf solltest du immer einen Blick auf die Zutatenliste und die berühmten E-Nummern werfen.

Geschmacksverstärker verbergen sich hinter den E-Nummern: ab 600,

Farbstoffte: ab E100,

Süßstoffe: ab E900 und

Konservierungsstoffe an E200

… hier ist immer Vorsicht geboten. Die Zusatzstoffe machen die Produkte schöner, süßer und länger haltbar – das mag vielleicht verführerisch sein, ABER:  Unser natürliches Geschmacksempfinden wird so (zugunsten der Industrie) manipuliert. Wir verlieren dadurch den Zugang zu unserer Intuition und folgen einer gefährlichen Kondition….

You know?

Unser natürliches Geschmacksempfinden wird manipuliert.

Was ist gesunde Ernährung?

#10 gesunde Ernährung = individuelle Ernährung

„Jeder Mensch is(s)t anders“.

Diese Weisheit ist irgendwie jedem bekannt, aber wenn es um Diäten und Ernährungsfragen geht, werden immer noch „Einheitsbreie“ angeboten, die allzu oft mit Disziplin und strengen Vorgaben einhergehen.

So kann gesunde Ernährung langfristig nicht funktionieren.

Jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel, individuelle Gefühle die er zu verdauen hat, einen ganz persönlichen Geschmack und natürlich ganz unterschiedliche Herausforderungen im Leben…

Ein chinesischer Arzt hat mir einmal gesagt: 5-Elemente ist alles.

Hier geht es nicht um „gut“ oder „schlecht“, sondern es geht darum Zusammenhänge besser zu verstehen.

Die 5-Elemente-Ernährung ist eine wundervolle Möglichkeit um sich selbst besser kennenzulernen und so den richtigen Weg für sich zu finden. Warum ich diese Form der Ernährung so liebe, habe ich hier geschrieben.

Und du?

Was bedeutet „gesunde Ernährung“ für Dich?

Welche Erfahrungen hast du bereits gemacht?

Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Dankeschön…

1 Comment
  • Marc Lang
    Posted at 14:13h, 09 August Antworten

    danke!

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