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Sauer macht nicht lustig! Was du über deinen Säure-Basen-Haushalt wissen solltest

Von Säuren und Basen haben wir im Chemieunterricht schon mal gehört.

Erinnerst du dich?

Irgendwas war da mit dem Waschmittel und der Seife…

Verstanden oder gar etwas davon behalten habe ich ehrlich gesagt nichts.

Aber, keine Sorge, ich werde jetzt nicht versuchen meine schulischen Defizite aufzuarbeiten.

Ich möchte dir in diesem Artikel eine ganz „praktische Seite“ aufzeigen:

Der Säure-Basen-Haushalt unseres Körpers!

Dieses Thema war mal der Auslöser für meinen Blog.

Warum?

Ich wusste nicht, dass dies der Grundbaustein für unsere Gesundheit ist.

Ja, richtig:

Dein Säure-Basen-Verhältnis ist die wichtigste Grundlage für deine Gesundheit!

Es lohnt sich also weiter zu lesen 🙂

Kannst du dir vorstellen, dass bei den meisten Krankheiten und Beschwerden eine Übersäuerung des Körpers die Ursache ist?

In der Naturheilkunde geht man sogar davon aus, dass allen (!) Krankheiten eine Übersäuerung zugrunde liegt:

Haarausfall (beachte: Bei immer jüngeren Männern!),
Übergewicht,
Hautprobleme,
Gicht,
Rheuma,
Osteoporose,
Cellulite

…alles hat hier die Ursache!

Und wie wir wissen, leider nicht erst im hohen Alter.

Nein!

Die Folgen einer Übersäuerung im Körper treten schon in immer jüngeren Jahren in Erscheinung. Und es hat nichts damit zu tun ob jemand dick oder dünn bist…auch ein dünner Körper (was wir i.d.R. ja als schön und gesund empfinden) kann total übersäuert sein.

Aber Moment – noch mal   g a n z   l a n g s a m   und von vorne:

Was ist der Säure-Basen-Haushalt?

Jedes Organ und jede Körperflüssigkeit in unserem Körper hat einen bestimmten ph-Wert.

Dieser ph-Wert sollte nicht verändert werden, denn sonst erkrankt das jeweilige Organ und in Folge dessen oft der ganze Mensch.

Unser Säure-Basen-Haushalt ist ein Regulationsmechanismus des Körpers, der das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen in den verschiedenen Körperbereichen reguliert.

Was sich so „easy going“ anhört ist eine echte Herausforderung für unseren Körper!

Den Vergleich mit einem Aquarium finde ich sehr eindrucksvoll:

Um das Überleben der Fische in einem Aquarium zu gewährleisten, braucht es auch einen bestimmten ph-Wert – abhängig natürlich von den schwimmenden Exoten. Wird dieser nicht penibel eingehalten…., schwimmen die Fische innerhalb kürzester Zeit oben. Tot!

Der Unterschied zu unserem Körper ist gar nicht so groß, wie du vielleicht meinst.

Unser Körper inkl. all seiner Organe kann nur funktionieren und dauerhaft gesund bleiben, wenn die ph-Werte passen. Ansonsten ergeht es uns wie den Fischen….

…ok, wir schwimmen nicht gleich tot in der Badewanne,

ABER:

Wir verlieren unser jugendliches Aussehen mit einem schlanken, beweglichen Körper, glatter Haut, strahlenden Augen und vollem Haar….

…wir werden träge, müde und irgendwann ganz sicher krank.

Und das nicht erst im hohen Alter.

Wie entsteht eine Übersäuerung?

Bestimmte Lebensmittel erzeugen während der Verdauung eine Menge Säuren – und das obwohl sie gar nicht sauer schmecken!

In der Regel kann der Körper die anfallenden Säuren ohne Probleme ausscheiden,

…nur LEIDER:

Schmecken uns eben genau diese (meist sogar süßen) „sauren“ Lebensmittel viel zu lecker.

Und wir haben uns an sie gewöhnt.

Wir essen sie regelmäßig und viel zu viel davon…

…dann klappt das mir der Ausscheidung der vielen Säuren nicht mehr und es kommt zur Übersäuerung….

Gute Säuren / Schlechte Säuren

Nicht alle Säuren sind schlecht für unseren Körper!

Daher ist es wichtig zu unterscheiden:

Gute Säuren = Säuren, die in unserem Körper gebildet werden (Magensäure, Milchsäure im Dickdarm und in der Scheide) und sogenannte organische Säuren aus gesunder Nahrung (Fruchtsäure aus Früchten).

Schlechte Säuren = Säuren, die unseren Körper belasten.

Was für „schlechte Säuren“ wie in unseren Körper gelangen, siehst du hier:

  • Getreideprodukte (Teig- und Backwaren) -> Schwefel- und Phosphorsäure
  • Schweinefleisch -> Schwefel- und Salpetersäure
  • Kaffee und schwarzen Tee -> Gerbsäure
  • tierisches Eiweiß -> Harnsäure
  • Cola / Softdrinks -> Phosphorsäure
  • Mineralwasser -> Kohlensäure
  • Medikamente -> Acetylsalicylsäure (ASS)
  • Stress -> Salzsäure

Darüber hinaus können Säuren im Körper auch aus folgenden Quellen entstehen:

  • negative Gedanken
  • falsche Atmung
  • Bewegungsmangel (verhindert schnelles Ausscheiden von Säuren)
  • Mangel an Schlaf, Entspannung und (zwischenmenschlicher) Harmonie
  • Übertriebener Sport (!!!) -> Milchsäure
  • Elektrosmog und andere Umweltbelastungen
  • Körperpflegeprodukte
  • Waschmittel, Haushaltsreiniger usw.

Krass, oder?

Mich hat das wirklich erschreckt und nachdenklich gemacht!

Das habe ich so nicht gewusst.

Und du?

Hast du dir schon mal Gedanken zu Säuren und Basen in deinem Körper gemacht? Über einen Kommentar dazu würde ich mich sehr freuen!

In einem Vortrag zum Thema „Säure-Basen-Haushalt“ wurde folgende Geschichte erzählt, in der ich mich gut erkennen konnte:

Essen wir ein kleines Steak mit Salat nehmen wir durchschnittlich ca. 5 mg Harnsäure zu uns.
Um 1 g Harnsäure wieder loszuwerden, bräuchten wir ca. 6-8 Liter (stilles!!!) Wasser.
D.h. bevor wir die Harnsäure von einem kleinem Steak wieder „raus haben“ … haben wir schon wieder weitere Steaks gegessen.

Ich will dir hier nicht den Appetit verderben, mein Ziel ist es:

Bewusstsein für deine Ernährung(sgewohnheiten) zu entwickeln.

Dass du deinen Körper kennen und verstehen lernst!

Lust auf mehr?

Dann lies weiter:

Was passiert mit (schlechten) Säuren im Körper?

Unser Körper ist ein echtes „Wunderwerk“ und er hat jede Menge Strategien entwickelt um (erstmal) keinen Schaden zuzulassen:

  1. Ausleitung:

Unsere Lungen, die Nieren und auch unsere Haut leiten Säuren aus.

Ein großer Dank und eine kleine Aufmerksamkeit wäre an dieser Stelle mal angemessen:

„Danke, was ihr da jeden Tag für mich leistet!!!“

2. Neutralisation:

Alle Säuren die nicht über die o.g. Organe ausgeschieden werden können, müssen vom Körper neutralisiert werden.

Bitte bedenke: Dies ist eine lebensrettende Maßnahme!

Zur Neutralisation werden sog. basische Mineralstoffe benötigt. Diese bekommen wir im besten Fall über eine entsprechend gesunde (basische) Ernährung….

…falls nicht, muss der Körper sich diese „ausleihen“:

In unseren Knochen, dem Haarboden, den Blutgefäßen und in unserem Bindegewebe gibt es naturgemäß hohe Mineralstoffmengen, an denen sich unser Körper dann bedient….

Die extrem ätzenden Säuren werden so neutralisiert und die entsprechenden Mineralstoffdepots geplündert. Gut sichtbar, wenn es an die Depots des Haarbodens oder unseres Bindegewebes (Cellulitis) geht 🙂

3. Notfallpläne:

Ok, sind wir ehrlich:

Wir (über)fordern unseren Körper mit Säuren!

Durch unsere Lebens- und Ernährungsgewohnheiten muten wir ihm ganz schön was zu.

Unser Körper muss eine ganze Menge ausleiten, neutralisieren und „ausleihen“…

“Besserung“ ist für ihn nicht in Sicht und die Hoffnung, dass plötzlich

  1. keine Säuren mehr eintreffen und
  2. im besten Fall noch genügend basische Lebensmittel eintreffen

um das Dilemma aufzufangen ist längst gestorben.

Unser Körper muss sich daher mit den Folgen einer Übersäuerung auseinander setzen…

Was könnte also passieren?

  • Die Blutgefäße werden unbeweglicher und das Blut fließt schlechter. Um eine unzureichende Durchblutung unserer Gewebe und Organe zu vermeiden, erhöht der Körper (zu seinem eigenen Schutz) den Druck auf die Blutgefäße -> Bluthochdruck!
  • Verschiebt sich der ph-Wert des Blutes nur minimal in Richtung „sauer“, kann das sogar zum Herzinfarkt führen.
  • Eine Übersäuerung des Körpers kann aber auch dazu führen, dass sich kleine Säurekristalle bilden, die sich dann in den Gelenken festsetzen können. Eingeschränkte Beweglichkeit und schmerzhafte (Rheuma)Schübe können die Folge sein.
  • Bei der Verstoffwechselung von Harnsäure (d.h. von Fleisch- und Fleischprodukten) entstehen Harnsteinkristalle, diese können sich in den Gelenken ablagern. Arthrose und Gicht wären dann mögliche Folgen!

Usw. usw…..

Ich habe mir bislang nie Gedanken über chemische Prozesse in meinem Körper gemacht.

Ich habe auch nicht gewusst, dass unsere Atmung, unsere Verdauung, der Kreislauf und die Hormonproduktion – alles an einem gesunden pH-Wert unseres Körpers arbeitet.

Scheiße!

Aber nun gut – ich bin jetzt mal im übertragenem Sinn „nicht sauer“ und nehme es erstmal so an 🙂

Fazit:

Ein übersäuerter Körper macht dick, hässlich und krank!

Ob Übergewicht, Hautprobleme, Rheuma, Migräne oder auch Krebserkrankungen, der Säure-Basen-Haushalt ist immer irgendwie mit verantwortlich.

Also vieles von dem was wir nun überhaupt nicht wollen und gebrauchen können lässt sich mit unserem Säuren-Basen-Haushalt regulieren.

Eine basenüberschüssige Ernährung ist die Zauberformel für ein gesundes Leben.

Hier habe ich 10 wertvolle Tipps gegen eine Übersäuerung für dich zusammengestellt.

Dazu ein bisschen Motivation und Disziplin und der Grundstein für deine Gesundheit ist gelegt.

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2 Kommentare
  • Birte
    Veröffentlicht am 16:28h, 03 Juni Antworten

    Danke Steffi,super verständlich und klare Worte. Sehr hilfreich,weiter so 🙂

    • Steffi|blogyourhealth
      Veröffentlicht am 19:37h, 05 Juni Antworten

      Danke, liebe Birte für deinen Kommentar! Freut mich, dass es dir gefällt. Bis ganz bald!

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