Reiskur: Einfach, lecker & individuell | blogyourhealth
3411
post-template-default,single,single-post,postid-3411,single-format-standard,bridge-core-2.0.3,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-title-hidden,qode-theme-ver-19.1,qode-theme-bridge,disabled_footer_bottom,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-6.0.5,vc_responsive

Reiskur: Einfach, lecker & individuell

Frohes neues Jahr!

Etwas spät diese Wünsche – aber ich sende sie dir trotzdem!

Hier findest du übrigens einen tollen Neujahrs-Text rund um die 5 Elemente von meiner Lehrerin Sooni Kind.

Wie geht es dir in diesem neuem Jahr?

Hast du Träume, Ziele und Visionen für 2019?

Gute Vorsätze?

Startest du schon richtig durch oder geht es dir eher wie mir?

Es ist der 14. Januar 2019 als ich diese Zeilen schreiben. Das neue Jahr ist nun schon einige Tage alt, aber ich befinde mich irgendwie immer noch im Feiertagsmodus: Ich fühle mich träge…

… und irgendwie nicht wohl in meiner Haut.

Meine Gedanken sind unklar.

Ein kritischer Blick in den Spiegel zeigt mir CELLULITE!

Und so wird mir klar:

  • Mein Bindegewebe ist verschlackt – zugemüllt – überfordert.
  • Meine Zellen werden nicht mehr optimal versorgt und das beeinträchtigt meine Körperfunktionen.
  • Die alten Chinesen würden sagen, dass Qi fließt nicht richtig

… bei der bewussten Betrachtung meiner Ernährung wird deutlich, dass sich alte Gewohnheiten – weit über die Feiertage hinaus – eingeschlichen haben.

Mein Säure-Basen-Haushalt ist definitiv nicht mehr in Balance.

Ich esse (wieder)…

ZU VIEL Brot,

ZU VIEL tierisches Eiweiss und

ZU VIELE Schoko-Kekse.

Es gibt deutliche Stimmen in meinem Kopf, die mir sagen:

Na, so dramatisch ist das jetzt auch alles nicht!

Das kannst du dir ruhig noch ein paar Tage gönnen … 

Aber ich spüre auch eine große Motivation etwas Neues auszuprobieren.

Ich habe tolle Erfahrungen mit bewusstem Fasten gemacht. Fasten hat mir schon oft geholfen, nicht nur meinen Körper zu reinigen sondern auch wieder Klarheit im Kopf zu bekommen…  Alte (ungesunde) Gewohnheiten konnte ich durchs Fasten liebevoll in Frage stellen und langfristig ändern.

Doch Fasten fühlt sich gerade nicht richtig für mich an. Seitdem ich mich mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und der 5-Elemente-Ernährung beschäftige, weiß ich, dass ich da vorsichtiger sein muss und es nicht einfach on top in meinen Alltag packen sollte…

Und so ist die Idee zu einer Reiskur entstanden.

Reiskur: Was ist das?

Wie es der Name schon sagt: Es geht um Reis.

Über einen bestimmten Zeitraum wird mehrmals täglich Reis gegessen. Weitere Info´s dazu findest du hier.

Eine Reiskur ist keine Reisdiät!

Denn bei einer Reisdiät würde ausschließlich Reis gegessen.

Hast du schon mal über das Wort „Kur“ nachgedacht?

Es ist abgeleitet vom lateinischen Wort cura.

Cura = Sorge, Fürsogre, Pflege

Und das macht wunderschön deutlich worum es bei einer Kur gehen sollte…

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt die Entschlackung des Körpers durch eine Reiskur als sehr effektive Reinigungsmethode.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt die Entschlackung des Körpers durch eine Reiskur als sehr effektive Reinigungsmethode.

Reiskur = Entgiftung & Entschlackung

Entgiften, entsäuern, entschlacken = DETOX ist voll im Trend. Aber warum eigentlich?

Unser Körper reinigt sich von Natur aus selbst:

Wir nehmen Dinge auf und „überflüssiges“ wird über die Ausscheidungsorgane Leber, Nieren, Darm und Haut wiederausgeschieden…

… wir putzen uns die Zähne, duschen und waschen uns ordentlich und damit ist für viele Menschen das Thema „Reinigung“ erledigt.

Inzwischen wissen wir, dass nicht nur unsere Nahrung sondern auch Emotionen verdaut werden müssen, da wird es manchmal schon schwieriger.

Wenn wir unsere „moderne“ Welt bewusst beobachten, könnten wir nachdenklich werden:

Trotz modernster Technik, höchsten Hygienestandards und einem enormen Wissen „krankt“ unsere Welt:

Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Diabetes, Atemwegserkrankungen, Krebs oder auch Autoimmunerkrankungen nehmen – wie auch die Umsätze der (Pharma)Industrie – in einem rasanten Tempo zu. Also: Irgendwas scheint mit der „Verdauung“ und der natürlichen Reinigung nicht mehr so zu funktionieren.

Eine japanische Weisheit besagt übersetzt:

Mensch und Erde sind nicht zwei

… und so könnten wir einen Zusammenhang erkennen zwischen der Art, wie wir unsere Erde bewirtschaften und dem Gesundheitszustand der Menschen, die auf ihr Leben.

Aber nun gut, das führt jetzt wirklich zu weit….

Zurück zur Reiskur!

Menschen, die sich zu einer „Reinigungskur“ entscheiden wissen oder spüren, dass sie durch ein ZU VIEL auf vielen Ebenen belastet sind. Diesen Menschen geht es dabei nicht um eine Diät oder ums Abnehmen.

Es geht um eine sanfte Reinigung  auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene – es geht um ganzheitliche Gesundheit.

Das was nicht mehr gebraucht wird, darf losgelassen werden…

… und das gibt uns neue Energie – von innen heraus!

Super, oder?!

Wie sieht es bei dir aus?

Hast du schon Lust auf eine Reinigungskur bekommen?

Bist du neugierig geworden?

Egal, für welche Form der „Reinigung“ du dich vielleicht entscheidest magst, sei dir bewusst, dass du dich in dieser Zeit um deine kleine Welt kümmerst. Es ist eine Reise zu dir selbst…

… auf dieser Reise hast du die Chance dein Bewusstsein für deine Ernährungsgewohnheiten und deinen Lebensstil weiter zu entwickeln.

Hier geht es nicht um moralischen Druck und schlaue Ratschläge (von Außen)… hier geht es um dich!

Reiskur: Die Vorbereitungen

Die Entscheidung zu einer Reiskur sollte gut überlegt und vorbereitet sein.

Aus eigener Erfahrung (u.a. beim Fastenwandern) weiß ich, dass die Stationen auf dieser Reise vielleicht nicht immer nur schön sind. Die innere Landkarte enthält auch dunkle und geheimnisvolle Regionen die wir im Alltag nicht so einfach entdecken können.

Meine Freundin Ramona Zimmer hat mich zudem auf das viel diskutierte Thema „Arsen im Reis“ aufmerksam gemacht (nähere Informationen findest du hier) und mir nach intensiver Recherche und Gesprächen mit den Herstellern den Reis der Marke Spielberger empfohlen … den musste ich mir erstmal besorgen.

Außerdem habe ich den ersten Einkaufszettel auch schon einige Tage zuvor geschrieben, damit ich entspannt kochen kann und mir möglichst keine Zutaten fehlen…

Bei meinen Recherchen rund ums Thema Reiskur habe ich festgestellt: Jeder macht es irgendwie anders!

Daher habe ich für mich geschaut: Was fühlt sich gut und richtig für mich an?

Was fühlt sich für mich gut und richtig an?

Bevor es losging, habe ich mir ganz bewusst folgende Fragen gestellt:

  • Warum will ich eine Reiskur machen?
  • Wann und wie kann ich mir ausreichend Zeit für mich und meinen Körper gönnen?
  • Was ist mir in dieser Zeit besonders wichtig?
  • Wie fühle ich mich?

Wichtig: Diese Fragen habe ich für mich schriftlich beantwortet!

Außerdem habe ich die wichtigsten Punkte für die nächsten (mind. 3 und max. 12 ) Tage hier zusammengefasst, es mir ausgedruckt und gut sichtbar in unserer Küche aufgehangen.

Und?

Hast du Lust auf eine Reiskur bekommen?

Dann nimm es JETZT wahr und starte doch gleich mit den ersten Überlegungen und Vorbereitungen!

Wenn es dich interessiert wie es mir bei meiner ersten Reiskur ergangen ist, dann lies weiter!

Mein Erfahrungsbericht

Reiskur: Der Tag davor…

Jetzt geht es los!

Die Entscheidung ist gefallen – ich bin mir sicher – es fühlt sich gut an…

Ich habe mich mal ganz bewusst auf die nächsten Tage eingestimmt und dann über Nacht den Congee gekocht, so ist das Frühstück schon mal gesichert…

Congee = Reissuppe ist ein wichtiger Bestandteil meiner Reiskur. Nähere Infos dazu findest du übrigens hier . Meine Kollegin Anja Orywol zeigt hier, wie man Congee kochen kann.

Reiskur: 1. Tag (Freitag)

Ich habe letzte Nacht schlecht geschlafen und war daher morgens total müde und überhaupt nicht motiviert, aber nachdem die Kinder aus dem Haus waren (7:30 Uhr) bin ich – noch vor meinen Congee-Frühstück – mit einer Meditation gestartet… danach habe ich mich viel besser gefühlt!

Nach dem Frühstück, war joggen in einer wunderschönen „Winterlandschaft“ angesagt (ja, so was nennen wir hier Winter ;-))

Nach dem Duschen, habe ich einen Großeinkauf in meinem Lieblings-Bioladen gemacht und dann habe ich unzählige Stunden in der Küche verbracht. Schließlich musste das ganze Gemüse verarbeitet bzw. für die nächsten Tage vorbereitet werden.

Am Nachmittag hatte ich Hunger und so gab es spontan Congee mit selbst gemachten Apfel-Birnenmus und gerösteten Mandelsplittern.

… für meine Family und meine Freundinnen die mich abends besucht haben, habe ich übrigens Pizza gebacken.

Um 18:30 Uhr war das Abendessen fertig … um 23:50 Uhr bin ich total müde ins Bett gefallen.

Reiskur: 2. Tag (Samstag)

05:42 Uhr: Die Nacht ist zu Ende.

Warum? Meine Tochter hatte Übernachtungsbesuch …

Ich bleibe im Bett liegen und atme.

Atme ganz bewusst und versuche mich nur auf meinen Atmen zu konzentrieren, meinen Körper zu spüren und meine Gedanken zu beobachten… das ist schwierig! Aber es ist eine sehr wertvolle Übung und ein toller Start in den Tag. Um 6:15 Uhr gönne ich mir ein Schiele-Fußbad.

Das Essen war heute immer schnell zubereitet, da ich gestern die ganzen Vorbereitungen getroffen habe:

Congee und Reis habe ich auf Vorrat, Gemüse ist geschnippelt und ein wenig Apfel-Birnenmus habe ich auch noch und so konnte ich ganz einfach drei leckere Mahlzeiten zu mir nehmen:

Am Vormittag gab es einen großen Familien-Spaziergang, am Nachmittag konnte ich eine Stunde zu schlafen und am Abend schriebe ich diese Zeilen für dich.

Ein toller Tag!

Eine kleine Anmerkung: Am Nachmittag hatte ich ganz doll Lust auf Schoko-Kekse und Kaffee …

Reiskur: 3. Tag

Es ist Sonntag. Den ganzen Tag ist es sonnig gemeldet und so haben wir uns gemeinsam mit unseren Nachbarn zu einer Winterwanderung entschieden. Das Ziel: Eine Pizzeria.

Egal, ich freue mich trotzdem.

Trinke zu Mittag einen frischen Ingwer-Tee und esse anschließend zu Hause eine leckere Miso-Suppe:

4 Stunden Bewegung an der frischen Luft, das tat gut, macht aber sooooo müde und so gönne ich mir den Luxus und liege schon um 19:30 Uhr im Bett…

… so kann ich 10 Stunden schlafen!

Reiskur: 4. Tag (Montag)

Frühstück:

Congee mit Kokusöl, Süßkirschen und gerösteten Mandelsplittern

Mittagessen:

Kürbissuppe mit Congee

Abendessen:

Reispfanne mit Chinakohl und Champions

Außerdem habe ich heute eine neue Portion Gemüsebrühe gekocht….

Reiskur: 5. Tag (Dienstag)

Wahnsinn. Ich kann es selber kaum glauben. Heute ist der 5. Tag

ohne Milchprodukte,

ohne tierische Eiweisse,

ohne Zucker,

ohne Brot und Brötchen,

ohne Kaffee,

ohne Alkohol.

Und ich vermisse nichts.

Mir geht es richtig gut.

Ich kann es selber kaum glauben…

Zugegeben: Hin und wieder habe ich einen Jeeper auf Schokolade und Kaffee, aber es ist ok.

Ich gebe diesem Verlangen nun nicht gleich nach (wie sonst eher üblich) und spüre dann ziemlich schnell, dass es mir auch ohne Schokoladen-Kekse und Kaffee gut geht… so mache ich die Erfahrung, dass ich dies nicht zwingend brauche, wie mir einige Stimmen in meinem Kopf ständig zuflüstern.

YES!

Zwischenfazit: Eine schöne Reise!

Reiskur: 6. – 8. Tag

Diese Tage waren unspektakulär. Ich habe gekocht und gegessen als hätte ich es niemals anders gemacht. Es hat sich eine richtige Routine entwickelt.

Mit nur einem kleinen Unterschied: Ich mache alles viel bewusster.

Ich war irgendwie langsamer (weil ich mir Ruhepausen gegönnt habe!) aber dann doch im Alltag viel effektiver. Das war wirklich eine interessante und sehr schöne Erfahrung.

Außerdem konnte ich beobachten, dass ich insgesamt viel ruhiger und ausgeglichener war.

In dieser Zeit habe ich übrigens auch diesen Artikel geschrieben.

Hier ein paar Eindrücke aus diesen Tagen:

Reistag: 9. Tag (Samstag)

Heute morgen war ich wieder joggen und schon gegen 11:00 Uhr war großes Sippentreffen in einer Gaststätte angesagt. Ich wollte mir nichts zum Essen mitnehmen und so habe ich mich einfach mal darauf eingelassen…

Beim Mittagessen konnte ich mir mit Gemüse (leider ohne Reis) behelfen, beim späteren Kuchenbuffet habe ich echt gelitten: Ich liebe Torten!!! Aber ich wollte meine Kur noch nicht beenden…

Wieder zu Hause angekommen habe ich dann lecker für mich gekocht:

Reiskur: 10. Tag (Sonntag)

Heute morgen im Bett habe ich ganz spontan entschieden: Meine Kur ist jetzt vorbei.

Es waren 9 Tage tolle Reis-Tage, an denen ich mich immer wohl und auch satt gefühlt habe.

Meine Gedanken waren klar, meine Stimmung war gut und körperlich war ich extrem fit!

Es war erstaunlich zu sehen und zu spüren, welchen Einfluss diese Kur auf mich gehabt hat…

… diesen Schwung möchte ich nun mitnehmen in das neue Jahr.

Nein: Erstmal nur in die nächsten Tage.

Keine großen Vorsätze – sondern kleine Schritte.

 

Toll, dass du dir die Zeit genommen und den Artikel bis hier her gelesen hast!

Kennst du Menschen für die eine Reiskur interessant sein könnte? Dann teile diesen Artikel doch mit Ihnen. Dankeschön!

Herzliche Grüße

Stefanie Eikel

3 Kommentare
  • Anja
    schrieb am 19:25h, 31 Januar Antworten

    Liebe Steffi, vielen Dank, dass ich, als würde ich in deinem Tagebuch lesen, an deinen Erfahrungen teilhaben darf. Du schreibst so persönlich und ich konnte mir beim Lesen richtig vorstellen, wie du zwischen essenden Familienmitgliedern im Restaurant gesessen hast und dabei ganz wacker standhaft geblieben bist. Hut ab. Da hast du aber einen starken Willen und ich freue mich, dass du hinsichtlich deiner Erfahrungen dann auch dafür belohnt wurdest. Ich beschäftige mich auch mit dem Thema „Getreidekur“, aber als ehemaliger Reizdarmpatient sind Wörter wie entschlacken für mich immer noch sehr abschreckend. Den Schrecken hast du allerdings etwas abschwächen können und vielleicht wage ich es ja mal. 🙂 Ach und noch etwas: Mensch und Erde sind nicht zwei…. das geht definitiv nicht zu weit. Je mehr Menschen diesem Ansatz folgen, desto besser. Liebe Grüße, Anja

  • Jünger
    schrieb am 23:18h, 02 Februar Antworten

    Tolle Beiträge!
    Macht neugierig!

    • Steffi|blogyourhealth
      schrieb am 22:07h, 03 Februar Antworten

      Dankeschön, Yvonne! Freue mich, dass deine Neugier geweckt ist….liebe Grüße Steffi

Schreibe einen Kommentar