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Ist du gerne scharf?

Isst du gerne schaaarf? … und warum dieser Geschmack im Trend liegt

Warum essen die Menschen heute so gerne so unendlich scharfe Gerichte?

Während mir vor Schärfe schon fast die Tränen kullern, würzen diese Leute noch ein mal ordentlich nach…

Was hat es damit auf sich? Warum ist das so?

Diese Fragen hat mir eine Dame im Rahmen meines Vortrags zur 5-Elemente-Ernährung gestellt.

Spontan hatte ich darauf nicht so recht eine Antwort… und daher bin ich diesen Fragen nachgegangen.

Meine Lehrerin hat einen kleinen Artikel zum Thema geschrieben, den ich hier mit dir teile.

Ich wünsche dir viel Freude beim lesen!

Teile du doch deine Gedanken zum Thema mit uns in den Kommentaren.

Ich freue mich dort von dir zu lesen!

Gehörst du auch zu denen, die zur Pfeffermühle greifen, bevor sie ihr Essen überhaupt probiert haben?
So verrückt es klingt, aber auch in Sachen Geschmack gibt es Trends. Und da liegt der scharfe Geschmack ganz vorne!

Ich habe gerade einen Ingwer-Tee getrunken, und alle Müdigkeit, die ich eben noch verspürt habe, ist wie weggeblasen.

Genial, oder?

„Scharf reist in die Lunge“, heißt es im Nei Jing, der medizinischen Bibel der alten Chinesen. Und da es die Lunge ist, die das Qi ergreift, heißt es an anderer Stelle auch „Scharf reist zum Qi.“ Das ist eine schöne Beschreibung für die Wirkung von meinem Ingwer-Tee:

Er weckt und stützt meine Lebensenergie.

Ist du gerne scharf?
Der scharfe Geschmack weckt und stützte unsere Lebensenergie

Das Scharfe fördert die Zirkulation von Qi und Blut. Es verhindert Stagnationen und ist sogar dazu in der Lage, diese aufzulösen. Wenn dir eine Erkältung in den Knochen sitzt, kann ein scharf-warmer Ingwer-Tee die Stagnation von Kälte und Feuchtigkeit auflösen, bei einem Hitze-Stau bewegt ein scharf-kühlender Pfefferminz-Tee.

Mehr noch als Minze und Ingwer lieben wir jedoch die richtig heißen Scharfmacher wie Pfeffer, Chili, Tabasco & Co. Doch während der milde scharfe Geschmack die Leber „befreit“, bewirken die heißen Scharfmacher genau das Gegenteil: Sie kurbeln das Yang der Leber an und erzeugen Leber-Hitze.

Hey super, wirst du sagen, das ist doch genau das, was ich brauche! Denn dafür ist sie ja zuständig, unsere Leber: Sie stellt ihr Yang bereit für alle unsere psychischen und physischen Aktivitäten.

Und deshalb passt der scharfe Geschmack auch so gut in unsere Zeit, für die Ruhe und Stille Fremdwörter sind und die uns ständig in Bewegung halten will.

Der scharfe Geschmack passt gut in unsere hektische Zeit.

Wirst du auch schnell unruhig, wenn du mal 5 Minuten nichts zu tun hast?

Gibt es sie überhaupt noch, diese 5 Minuten, oder reichen sie gerade, um schnell ein paar Fotos zu posten, Nachrichten zu checken ….

Die scheinbar gute Nachricht: Niemand ist mehr gezwungen, Zeit mit sich allein zu verbringen, wir können unsere Energie so ankurbeln, dass wir immer unterwegs sein mögen, sei online oder offline. Sogar unsere Beziehungen können wir – Tinda sei Dank – effektiv und schnell gestalten.

Die Kehrseite ist logisch und vielleicht kennst du sie auch schon kennengelernt: Wenn die Leber überhaupt nicht zur Ruhe kommt, werden wir ruhelos. Wir können nicht schlafen und auch nicht mehr träumen. Denn Träume und Schlaf leben vom Yin, von Muße und Poesie, von Schönheit und Langsamkeit.

Vielleicht ist es ja auch mal nett, Dich mit einem Buch und einem süßen Backapfel mit Zimt entspannt in deinen Sessel zu kuscheln?

Oder deine leckere Kürbis-Suppe mit Muskat zu würzen anstelle von Pfeffer, Chilli & Co.?

Und vielleicht spürst du dann, dass dir gar nicht nach Action ist. Die sanfte Schärfe von gebratenen Zwiebeln, von Muskat und Zimt, vertreiben Müdigkeit und Schwere, ohne dich unruhig zu machen. In ihrer Verbindung mit der Süße von Kürbis und Backapfel sind sie der Schlüssel für deine kostbaren Innenräume.

Ist du gerne scharf?

Herbst und Winter sind die idealen Jahreszeiten für solche Experimente.

Und wenn es vielleicht auch nicht auf Anhieb klappt mit dem Entspannen, lass dir Zeit! Nach einer Weile wirst du schnurren wie eine zufriedene Katze! Und mit einem ausgeruhten Körper und einem wachen Geist macht die Action auch wieder richtig Freude!

Eine kleine Anmerkung zum Stichwort „Winter“:

In den letzten Wochen habe ich intensiv mit vier anderen Frauen an einem wundervollen Projekt gearbeitet.

Wir haben gemeinsam eine kleine Broschüre passend zur Jahreszeit rausgebracht.

Weitere Infos findest du hier.

2 Kommentare
  • Simone v. Maxen
    schrieb am 18:09h, 06 Dezember Antworten

    Scharfstoffe haben es wirklich in sich! Sie machen ja nicht nur warm, sie haben auch durchaus vorzeigbare Heilwirkungen. Der Ingwer der seine Schärfe mit Bitterstoffen kombiniert und Übelkeit vertreibt und die Verdauung ankurbelt. Die Chili wirkt antibakteriell, fugizid und vor allem schmerzstillend (das „C“ in der ABC-Salbe), angeblich sogar leistungssteigernd. Schwarzer Pfeffer ein Muss wann immer Curcuma im Spiel ist, ihm wird auch positive Wirkung auf den Nervenstoffwechel zugeschrieben.
    Aber mein Lieblingsscharfmacher ist der Senf, auf jegliche Art von Wurst (ok, nicht auf Salami..) auf Eier, in Majonaise.. es alles wird noch leckerer und vor allem noch bekömmlicher. Regt die Verdauungssäfte an und wirkt wie eine sanftes Antibiotikum (ohne die Nebenwirkungen der chemischen Antibiotika). Äußerlich als Breiumschlag (aber Vorsicht! erst informieren dann praktizieren), bei Gelenkschmerzen, Bronchitis und als Senfmehlfußbad bei kalten Füßen und Blasenentzündung.
    Und wenn gar nix mehr hilft: Meerrettich, der treibt wirklich jede Erkältung aus! Bei mir kommt im Winter immer ein Stück Meerrettich in die Gemüsesuppe -quasi als Erkältungsprävention!

    • Steffi|blogyourhealth
      schrieb am 11:58h, 07 Dezember Antworten

      Vielen Dank für deinen Kommentar und die weiteren Infos. Gerne nehme ich dein Angebot eines Gastartikels an…. werde mich dazu bei dir melden und dann findet man es hier 😉 Viele Grüße und einen schönes Wochenende.

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