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Fastenwandern

Fastenwandern … mit viel innerlicher Bewegung

Ich habe mich auf den Weg gemacht.

Auf den Weg in die Südsteiermark ins wunderschöne TamanGa.

Dort war ich gemeinsam mit 40 Leuten 7 Tage zum Fastenwandern.

Von meiner letzten Fastenreise habe ich in meinem ersten Blogartikel  Frühjahrsputz –  4 Dinge, die du über das fasten wissen solltest“ berichtet. Damals habe ich für mich erkannt, dass irgendwas in meinem Leben nicht stimmig ist:

Immer schneller, immer höher immer weiter….und das ganze im „M u l t i t a s k i n g“!

(M)Ein Bewusstsein für meinem Körper und für viele andere Dinge hatte ich verloren….

Das damalige Fasten hat mir gut getan um „Bewusstsein“ zu üben und mich wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren. Ich konnte viele wunderbare Erfahrungen mitnehmen!

Nachdem sich alte Gewohnheiten jedoch wieder eingeschlichen haben und viele gute Vorsätze im Alltag untergegangen sind, wollte ich nun wieder fasten.

Erneut den „Reset“-Knopf drücken um dann wieder bewusst zu starten.

Ich habe mich zum Fastenwandern entschieden um körperlich aktiv und an der frischen Luft zu sein. Zudem wollte ich die schöne Landschaft erleben und gemeinsam mit anderen Menschen in „gleicher Mission“ unterwegs sein. 

Der Tagesablauf:

Wir haben uns jeden Morgen zu einer Meditation getroffen. Diese Reisen ins Unterbewusstsein sind unbeschreiblich genial:

„Kopf aus – Herz an“… ein solcher Start bewirkt echte Wunder!

Anschließend gab es Frühstück:

Einen grünen Smoothie, ausreichend Wasser, Tees und (das war für mich neu) schon Gemüsesuppe.

Und dann haben wir uns – in unterschiedlichen Gruppen – auf den Weg gemacht…

Die Wanderungen waren so 10 – 15 km lang und es waren natürlich Höhenmeter enthalten.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause wurde uns dann ein abwechslungsreiches Programm, z.B. mit Yoga oder dem verbundenem Atem (dazu schreibe ich bald mehr) angeboten, es war aber auch Zeit für die Sauna oder zum spannenden Austausch mit anderen Teilnehmern.

Man konnte es sich wirklich gut gehen zu lassen.

Nach dem Abendessen (Gemüsesuppe, Wasser und Tees) haben wir oft Filme geschaut.

Diese hier sind sehr zu empfehlen:

  • Gabel statt Skalpell
  • Hope for all

Dass die äußerliche Bewegung jedoch innerlich so viel bewegt, hätte ich niemals gedacht.

Und so konnte ich viele Dinge, über die ich theoretisch schon viel gelesen und gelernt habe, nun praktisch erfahren, denn in dieser Woche hat sich in mir sehr sehr viel bewegt.

Von 3 wesentlichen Erkenntnissen möchte ich dir berichten, denn diese Themen sind von großer Bedeutung, wenn es um ganzheitliche Gesundheit geht:

1. Das innere Kind

Hast du davon schon mal gehört?

Ich möchte dir fachliche Definitionen ersparen und versuchen es einfach zu beschreiben:

Jeder von uns hat in seiner Kindheit Dinge erlebt, die uns und unser Handeln im Erwachsenenalter noch beeinflussen.

Denn alle Augenblicke aus unserer Kindheit sind lebendig in unseren Zellen gespeichert.

Und zwar so, wie wir sie damals aus kindlicher Sicht erlebt haben.

D.h. alle Gefühle und Gedanken des kleinen Kindes (!) tragen wir noch immer in uns.

Wichtig zu wissen:

  1. Kinder denken anders als Erwachsene!
  2. Das emotionale Gehirn kann zwischen Fakt und Fiktion nicht unterscheiden!

Das bedeutet, wenn ich mich als Kind in bestimmten Situationen z.B. nicht verstanden, nicht angenommen oder gar hilflos gefühlt habe, steckt das noch immer irgendwo in mir….

… und beeinflusst mich und meine Verhaltensmuster noch heute.

Auch wenn ich damalige Situationen heute „verstehen“ kann und weiss, dass mich niemand absichtlich „verletzt“ oder „zurückgewiesen“ hat.

Das innere Kind fühlt (immer noch) und kann mit logischen Argumenten nichts anfangen!

Mich hat das Thema des „inneren Kindes“ schon vor Jahren berührt und seit dem „arbeite“ ich mit Hilfe von Birgit daran. Ich habe schnell gelernt, dass es nicht darum geht „Schuldige“ in meinen Eltern, Lehrern o.ä. zu suchen, sondern zu erkennen warum ich so bin wie ich bin 😉

Durch die täglichen Meditationen und durch Gespräche konnte ich beim Fastenwandern gut mit meinem „inneren Kind“ in Kontakt kommen. Und weil das „innere Kind“ für ein gesundes und glückliches Leben so enorm wichtig ist, möchte ich dir davon berichten:

Ein Kind fühlt sich in bestimmten Situationen zurückgewiesen und glaubt:

„Ich bin nicht gut / Ich bin nicht richtig …..“

Und daraus entstehen (falsche) Gedanken, wie z.B.:

„Ich muss….

… mich anstrengen!“

… hart arbeiten!“

… lieb, nett und brav sein!“

oder auch

Ich darf nicht…

… langsam sein.“

… weinen und Gefühle zeigen.“

Aus diesem (kindlichen) Denken heraus entsteht ein Weltbild, dass der Wirklichkeit nicht entspricht, was wir aber UNBEWUSST als „unsere Wahrheit“ annehmen.

Stress, Unruhe und auch Krankheiten sind die späteren Folgen dieser UNBEWUSSTEN und falschen Glaubenssätze.

Um diese unbewussten (falschen) Glaubenssätzen in uns zu erkennen, brauchen wir „Spiegel“ und mit Hilfe der Spiegelgesetzmethode können wir unsere unbewussten Gedanken entschlüsseln.

Hier habe ich ausführlich dazu geschrieben.

2. Weiblichkeit und Männlichkeit

Jeder von uns – egal ob Mann oder Frau – hat weibliche und männliche Anteile in sich.

Der weibliche Anteil in uns

– hat eine lebendige Verbindung zu unserem Herzen,

– lässt uns „innehalten“, fühlen, an- und wahrnehmen (ohne zu bewerten!),

– hat ein gutes Einfühlungsvermögen,

– ist bewusst und besinnlich,

– hat ein „Bauchgefühl“ und betont unsere Intuition.

In dieser (weiblichen) Haltung können wir vertrauen anstatt zu kontrollieren. Wir können annehmen und wertschätzen was ist, auch wenn es zunächst unangenehm zu sein scheint.

Der männliche Anteil in uns ist der „Macher“, denn er

– ist strategisch, klug, fleißig und exzellent organisiert.

– weiss was er tun muss um nichts zu verpassen.

– kann Entscheidungen treffen, Projekte durchziehen und sich im Beruf erfolgreich engagieren.

– ist kreativ, erfinderisch und beharrlich.

In dieser (männlichen) Haltung zeigen wir also Leistungswille, Selbstdisziplin, vernunftgesteuertes und erfolgsorientiertes Handeln.

Wichtig: Kein Aspekt ist besser oder schlechter!

Es geht zunächst darum, dies beiden Anteile in sich zu (er)kennen und zu schätzen.

Beide Anteile sind enorm wichtig und müssen für ein ganzheitlich gesundes Leben in Balance gehalten werden. Sich dies bewusst zu machen ist ein großer und wichtiger Schritt im Leben!

Dass ich ein eher männlich gestricktes Wesen bin war mir nicht neu, aber durch den „verbundenen Atem“ (darüber werde ich bald berichten!) ist mir bewusst geworden, wie groß mein Defizit zu meinen „weiblichen Anteilen“ ist und das ich da noch eine Menge „Arbeit“ leisten möchte.

Wie lebst du denn das Männliche und das Weibliche in deinem Leben?

3. Angst

Beim Fasten kann man stinken.

Ich gebe es ungern zu: Ich habe gestunken.

Ja!

Nicht nur während der Wanderungen habe ich geschwitzt und üble Gerüche an mir wahrgenommen…nein, irgendwie war der Schweiß öfters da und das war ganz komisch.

Man könnte jetzt sagen, dass das die Folgen der (körperlichen) Entgiftung sind.

Ja, aber diese Erklärung war mir zu wenig.

Schließlich habe ich nicht nur einen Körper, sondern auch noch „Geist & Seele“.

Ich habe es für mich als „Angstschweiss“ erkannt und angenommen.

Jetzt könntest du dich Fragen: „Wovor hat sie denn Angst?“

Meine persönliche Geschichte möchte ich hier natürlich nicht weiter ausführen…

Was ich aber sagen kann: Angst hat jeder von uns.

Nur ist uns diese Angst oft nicht bewusst, da sie auch in unserem UNTERBEWUSSTSEIN verborgen ist.

Ängste hängen eng mit den (falschen!) Glaubenssätzen des inneren Kind zusammen, denn wir erschaffen wir uns unsere Ängste durch unsere unbewussten Gedanken….

…siehst du wie sich hier der Kreis schließt?

Über das Thema „Angst“ schreibe ich bald mehr.

Mein Fasten-Fazit:

Ich habe nun zum vierten Mal gefastet und ich dachte: „Jetzt kennst du bestimmt alles“.

Nein:

Fasten ist immer wieder eine neue und ganz individuelle Erfahrung!

Und daher liebe ich es zu fasten.

Dass die äußerliche Bewegung innerlich so viel mir bewegt, hätte ich niemals gedacht!

Es war wirklich eine geniale Kombination: Fasten & Wandern!

Hast du auch schon „Fastenerfahrung“? Oder hast du Interesse es mal auszuprobieren? 

Bitte hinterlasse mir doch einen Kommentar dazu.

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