Autoimmunerkrankungen: Kann die 5-Elemente-Ernährung helfen? | blogyourhealth
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Autoimmunerkrankungen: Kann die 5-Elemente-Ernährung helfen?

Allergien, Schilddrüsenerkrankungen, Rheuma, Multiple Sklerose, Zölliakie, Morbus Chron…

Immer mehr Menschen leiden unter sogenannten Autoimmunerkrankungen.

Was ist eine Autoimmunerkrankung?

Und welchen Einfluss hat die Ernährung?

Das wollte ich verstehen und daher habe ich wieder ein Interview mit Sooni Kind geführt. 

Sooni ist meine Lehrerin und sie hat über 25 Jahre Erfahrung mit der    „5-Elemente-Ernährung“.

Sie ist seit 1994 selbstständig und hat eine eigene Praxis und Schule für Ernährungsberatung und Physiognomik in Köln.

Gemeinsam schreiben wir für den Blog hunvision.de

Hast du Fragen? Schreibe uns einen Kommentar!

Wir freuen uns von dir zu lesen.

Sooni Kind
Liebe Sooni, die 5-Elemente-Lehre arbeitet sehr viel mit Bildern.
So fällt es einem leichter die Dinge besser zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und Lösungsansätze zu entwickeln.
Kannst Du mal erklären was eine Autoimmunerkrankung eigentlich ist?

Wenn ich mich nach dem Bild einer Krankheit frage, versuche ich mir ihre Qi-Bewegung zu verdeutlichen.

Qi ist unsere Lebensenergie, die alle geistig-seelischen Prozesse unseres Lebens steuert. Ihre Basis hat sie in unserem Körper, zum Beispiel in unserer Essenz und in unserem Blut. Wenn das Qi frei fließt, sind wir gesund; Krankheiten sind immer durch Störungen im Qi-Fluss verursacht.

Wenn das Qi frei fließt, sind wir gesund.
Krankheiten sind immer durch Störungen im Qi-Fluss verursacht.

Bei Autoimmunerkrankungen fällt auf, dass das Qi „gegenläufig“ fließt.

Energie, die uns nähren und mit Energie versorgen soll, richtet sich gegen uns. Wir alle kennen dieses Bild von den Allergien: Ein Nahrungsmittel wird als feindlich eingestuft und vom Immunsystem abgewehrt – es findet ein Kampf im Körper statt.

Bei einem Kampf sind immer Aggressionen im Spiel.

Aggressionen haben immer mit der Leber zu tun. Nicht gelebte Aggressionen verknoten das Leber-Qi und führen zu dem Bild der Feindseligkeit, die sich bei Autoimmunerkrankungen gegen uns selbst richtet.

Nicht gelebte Aggressionen verknoten das Leber-Qi .

Damit ist aber nicht gemeint, dass es sich bei diesen Krankheiten um rein psychische Prozesse handeln muss. Verknotung des Leber-Qi kann auch auf körperlichem Weg über das „Blut“ entstehen. Nicht immer sind Emotionen die Ursache, immer aber kommen sie über die „Leber“ ins Spiel.

In meinem Kopf entsteht gerade ein Bild von meinem kleinen Sohn: Der kann verdammt wütend werden … und wenn ich nicht „aufpasse“ auch aggressiv. Wir wissen manchmal beide nicht, wohin mit dieser Energie.
Du weißt wie ich das meine, oder?
Könntest du diese Qi-Dynamik mal genauer erklären?

Ja, Wut ist eine gewaltige und beängstigende Energie.

Der Emotionsforscher Paul Ekman hat herausgefunden, dass hinter einer stürmischen Wut oft ganz andere Gefühle „auf Halde“ liegen. Vielleicht könntest Du versuchen, herauszufinden, ob dein Sohn Aufmerksamkeit und Zuneigung vermisst; vielleicht hat er ja auch Angst, zu kurz zu kommen.

Mir fällt da gerade ein Klient ein, der einen nicht so verständnisvollen Vater hatte, also einen, der sich keine Mühe gab, seinen Sohn zu verstehen. Er war nicht nur Vater, sondern innerhalb des Familienbetriebs auch noch Chef seines Sohnes und gab ihm nie Gelegenheit, sein eigenes Ding zu machen. Ständig musste er den – oft auch unsinnigen – Anweisungen dieses Patriarchen folgen.

Die Wut, die er gegen seinen Vater entwickelte, wurde brutal ausgebremst.

Daraufhin entwickelte er eine Essstörung, eine Sport-Anorexie. Die ganze Feindseligkeit, die eigentlich seinem Vater galt, richtete er nun gegen sich selbst. Er hungerte sich so weit herunter, dass er überhaupt keine Kraft mehr hatte, sich gegen seinen Vater zur Wehr zu setzen oder eine konstruktive Lösung für sein Problem zu finden. Seine Gedanken kreisten nur noch um Kalorien, Sport und Abnehmen.

Die Leber fand also keinen Kanal, die Aggressionsenergie in konstruktive Bahnen zu lenken.

Energie geht aber nie verloren, das wissen wir nicht nur von den alten Chinesen sondern auch von westlichen Quantenphysikern.

Hier hätten wir ein gutes Beispiel für eine Auto-Aggressivität. Hinter der Aggression lagen Hunger nach Liebe und Anerkennung auf Halde. Über die starke Gewichtsabnahme verlor er Blut und Säfte, wodurch die Visionsenergie (die alten Chinesen nennen dies Hun) sich nicht im Leberblut verankern konnte und so eine gesunde Ich-Entwicklung verhinderte.

Hinter Wut und Aggression liegen andere Gefühle.
Könnte man also sagen, eine Autoimmunerkrankung zeigt mir, dass ich (unbewusst) gegen mich selber kämpfe?

Nein, dieser Umkehrschluss ist aus Sicht der TCM nicht erlaubt!

Nach dieser Lehre gibt es unterschiedliche Schwingungsebenen, auf denen sich ein Ungleichgewicht ausdrücken kann. Die dichteste Ebene ist die körperliche, in unserem Beispiel also die Leber. Etwas feiner schwingt die Psyche, die Wut. Darüber liegt dann die geistige Ebene, der sogenannte Hun.

Ungleichgewichte können sich auf verschiedenen Ebenen ausdrücken.

Sie stehen in keinem Kausalitätsverhältnis, wie eine vereinfachte Form der westlichen Psychosomatik es gerne unterstellt. Die unterdrückte Wut kann sich als Erkrankung der Leber, als Depressionen oder Entfremdung ausdrücken.

Also:

Nicht weil ich meine Wut nicht ausdrücken kann, habe ich eine Essstörung – das ist billigste Küchenpsycholgie!

Sondern:

Esstörung und Wut sind unterschiedliche Ausdrucksformen einer Verletzung im Element Holz.

Der amerikanische Psychologie-Professor Ken Wilber sagt, dass jedes Problem viele Kanäle hat. Um es anzugehen, muss man den richtigen Kanal finden. Beim einen ist es eine Psychotherapie, beim anderen eine Ernährungsumstellung.

Es gibt kein Patentrezept.

Jedes Problem hat viele Kanäle.

Ich gebe dir vielleicht noch mal ein anderes Beispiel von einer Klientin, die mit Rheuma zu mir kam. Sie hatte eine recht heftige Milz-Qi-Schwäche, also ein durch Kälte und Feuchtigkeit blockiertes Verdauungssystem. Das Qi steckte fest in einer Art Sumpf, den die Chinesen als Tan bezeichnen. Darüber verknotete sich das Leber-Qi und „suchte“ sich einen Kanal auf der körperlichen Ebene, dem Rheuma.

Schon das Weglassen von Nahrungsmitteln, die Kälte und Feuchtigkeit hervorrufen, wirkte bei ihr Wunder. Zu dem Zeitpunkt unseres Kennenlernens konnte sie kaum noch laufen, ihre Bewegungen waren ungeschickt und eckig. Nach einem Jahr konsequenter 5 Elemente Ernährung war sie völlig beschwerdefrei.

Noch heute, 15 Jahre später, kriegt sie rheumatische Beschwerden, wenn sie über einen längeren Zeitraum Käse, Milch, Quark und Zucker isst.

Die westliche Wissenschaft erkennt zunehmend, dass der Krankheitsverlauf von Autoimmunerkrankungen durch die Ernährung positiv beeinflusst werden kann.
Heilfasten in Kombination mit Intervallfasten, die sogenannte „ketogene Diät“ und vorwiegend vegetarische und fettmodifizierte Ernährung sind die Konzepte die im Fokus stehen.
Hast du auch damit Erfahrungen?
Und was würden die alten Chinesen dazu sagen?

Ja, es ist ganz erstaunlich und erfreulich zu sehen, wie immer mehr Kranke ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und ihre Ernährungs- und Lebensweise positiv verändern.

Da gibt es auch bei Autoimmunerkrankungen gute und anhaltende Erfolge!

Und auch hier gibt es nicht nur einen Weg…

Alle die von dir angeführten Ernährungsformen können zur Heilung führen.

In Bezug auf die 5 Elemente Ernährung kann ich von positiven wie negativen Erfahrungen berichten. Ich denke, dass sich alle Menschen, die Kranke begleiten, die Frage stellen, aus welchen Gründen man dem einen helfen kann und dem anderen nicht. Letztendlich gibt es ein Geheimnis des Heilens und der Heilung, das man mit dem Verstand nicht vollständig erfassen kann.

Es gibt ein Geheimnis des Heilens und der Heilung, das man mit dem Verstand nicht vollständig erfassen kann.

Ganz vorsichtig, also nicht mit letzter Bestimmtheit, möchte ich sagen, dass ich Heilung immer dann beobachten konnte, wenn sie nicht nur auf körperlicher Ebene stattfand.

Ich hatte einmal einen Klienten mit einer schweren Autoimmunerkrankung, dem die 5 Elemente Ernährung einfach nicht schmeckte. Er aß alles brav, was seine Frau ihm kochte, aber er fühlte sich nicht wirklich wohl damit. Anfangs hatte er leichte Verbesserungen seiner Werte. Während bei seiner Frau, die dieses Essen liebte, die Migräne verschwand, wurden seine Werte aber nach einer Weile wieder schlechter.

Ich würde sagen, er konnte nicht in Resonanz gehen mit der 5 Elemente Ernährung. Sie löste nichts in ihm aus, weil sie ihn auf der seelischen Ebene nicht erreichen konnte. Falscher Kanal, würde Ken Wilber vielleicht sagen.

Ich beobachte sehr oft, dass Menschen, die sich ergreifen lassen von der Qi-Dynamik dieser Ernährung, die Ausscheidung alter Schlacken, dem berühmten Tan, auch seelisch erleben. So kann es vorübergehend zu Trauer oder Wut kommen.

Viele lernen im Verlauf ihrer Ernährungsumstellung, achtsamer mit sich umzugehen, was sich nicht nur auf die Auswahl der Nahrungsmittel, sondern auch auf den zwischenmenschlichen Bereich erstreckt.

Im Verlauf einer Ernährungsumstellung kann man lernen achtsamer mit sich umzugehen.

Was es mit dem Wohlgefühl auf sich hat, müsste man vielleicht wissenschaftlich näher untersuchen. Schon Hildegard von Bingen erkannte seine Bedeutung für den Heilungsprozess. Wenn Nahrung im Menschen ein Wohlgefühl auszulösen vermochte, sprach sie von „Subtilität“, der sie eine große Heilwirkung zuschrieb.

Sicherlich kann man sagen, dass es Techniken gibt, die unsere Heilungskräfte zusätzlich zur Ernährung unterstützen. Meditation und überhaupt alle Arten von Achtsamkeit können die Selbstheilungskräfte eines Menschen erhöhen und in die richtige Richtung führen.

Die 5 Elemente Ernährung wiederum kann Menschen mit ihrer Leiblichkeit verbinden. Denn nur wenn wir uns leiblich spüren, können wir körperlich und seelisch heil werden.

Herzlichen Dank, liebe Sooni, für die Beantwortung meiner Fragen!

Hast du, lieber Leser, weitere Fragen?

Schreibe sie uns in den Kommentaren.

Wir freuen uns von dir zu lesen!

Sooni Kind & Stefanie Eikel

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